Hausvogteiplatz

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Haus Schlümer

Ich lebe mit meinem Vater in einem Haus, das irgend so ein furchtbar berühmter Architekt gebaut hat, und bei dem mindestens einmal im Monat Leute mit einer Kamera an der Tür klingeln und fragen, ob wir ihnen kurz Einlass in unser Anwesen gewähren würden. Das hat zumindest das letzte Pärchen gesagt: kurz Einlass in unser Anwesen gewähren würden… Mein Vater schickt sie immer weg. Er ist nicht unfreundlich zu ihnen, aber ich finde das auch nicht besonders nett. Deswegen entschloss ich mich, die nächsten Menschen reinzulassen, die draußen vor unserer Tür standen und läuteten. Ich hatte sie durch das kleine Badfenster beobachtet.

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Ode an Marzahn

DSC_0822Ein Brunnen singt. Die Wolken stehn
Im klaren Blau, die weißen, zarten.
Bedächtig stille Menschen gehn
Am Abend durch den alten Garten.

Der Ahnen Marmor ist ergraut.
Ein Vogelzug streift in die Weiten.
Ein Faun mit toten Augen schaut
Nach Schatten, die ins Dunkel gleiten.

Georg Trakl: Musik im Mirabell

1×1 Berlin Chique

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Neu in Berlin? Du willst sofort dazugehören? Hier das Einmaleins für den Möchtegern-Bohemian. Kurz und schmerzvoll:

1. Spreche laut und schnell!

2. Lache viel! Berlin macht Spaß.

3. Wisse die Namen und Länder der wichtigsten Diktatoren der letzten 40 Jahre!

4. Punkte mit den wenig geläufigen Bezeichnungen der Bewohner bestimmter Länder, z.B. die Lao (Laos), die Malaien (Malaysia), die Kongolesen (Kongo), die Nigrer (Nigeria) oder die Panamaer (Panama)!

Abgehört

Café Wohnzimmer, Lettestraße 6

Des muss doch extrem anstrengend sein, am Helmholtzsplatz oder Arkona-Platz, so als cooler Typ mit nem kleinen Kind aufm Arm herumzuspazieren, leicht ungepflegt zu wirken und richtig gut auszusehen.

Und so zu tun als könnte man theoretisch auch beruflich erfolgreich sein.

Ja. Verdammt anstrengend. Weil entspannt musste dabei auch noch schauen.