Hausvogteiplatz

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Haus Schlümer

Ich lebe mit meinem Vater in einem Haus, das irgend so ein furchtbar berühmter Architekt gebaut hat, und bei dem mindestens einmal im Monat Leute mit einer Kamera an der Tür klingeln und fragen, ob wir ihnen kurz Einlass in unser Anwesen gewähren würden. Das hat zumindest das letzte Pärchen gesagt: kurz Einlass in unser Anwesen gewähren würden… Mein Vater schickt sie immer weg. Er ist nicht unfreundlich zu ihnen, aber ich finde das auch nicht besonders nett. Deswegen entschloss ich mich, die nächsten Menschen reinzulassen, die draußen vor unserer Tür standen und läuteten. Ich hatte sie durch das kleine Badfenster beobachtet.

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Ode an Marzahn

DSC_0822Ein Brunnen singt. Die Wolken stehn
Im klaren Blau, die weißen, zarten.
Bedächtig stille Menschen gehn
Am Abend durch den alten Garten.

Der Ahnen Marmor ist ergraut.
Ein Vogelzug streift in die Weiten.
Ein Faun mit toten Augen schaut
Nach Schatten, die ins Dunkel gleiten.

Georg Trakl: Musik im Mirabell

Verlags-Blog über Untreu

"untreu"Andreas Kecks dritter Roman war eine schwere, weil lange Geburt. Der Sorgfalt des Autors und seiner Selbstkritik fielen zwei Veröffentlichungstermine zum Opfer. Die Arbeit an “Untreu” erstreckte sich somit über zwei Jahre. Das Ergebnis ist wunderbar. Der Kecksche Gedankenkosmos scheint nun vollständig. Ich bezeichne “Untreu” gern als das Ende der “Südstaatentrilogie” des Autors, denn seine drei Romane “Schneeblind”, “Ruhm!” und “Untreu” haben Berührungspunkte. Und nicht nur geografische. Kecks Werke sind metaphernreiche Psychogramme ambivalenter Charktere, die sich in und um München, mit endeffektlich ähnlichen Problemen herumschlagen müssen. Matthias (oder Franz), die zentrale tragische Gestalt der ersten beiden Bücher, taucht in “Untreu” in einer Nebenrolle ebenfalls wieder auf.

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Kurzfilmdrehbuch

Die Fotografin und Filmemacherin Eva Hartmann wird einen 7-Minüter von Keck verfilmen. Hier das Drehbuch für den Kopffilm:

DER ENTZUG

Fernsehstudio. Ein Moderator. Drei weibliche Duell-Gäste gegen einen männlichen Gast, der leicht abseits sitzt. Er ist sehr attraktiv, gibt sich gelangweilt.

Ein Bilduntertitel erscheint: Jan (23) hatte noch nie eine feste Beziehung

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Asphalt-Lesung

ASE_278-e1302792442958 Am Abend des 19. Juni wird Andreas Keck aus seinem Münchenbuch Asphaltwiesn lesen – eine der letzten Gelegenheiten, den Münchenflüchtigen, der gerade nach Berlin auswandert, über seine oberbayerische Heimat schimpfen zu hören. Gelesen und gehört wird in der sagenhaften Kunstbar Corleone am Sendlinger Tor, ab 2o:3o Uhr. Mit von der Partie ist die Textdichterin Susanne Stephan.